Noch letztes Jahr bat mich meine Nachbarin ihr ein paar Stulpen zu stricken.
Klar mach ich doch. Also die liebe Nachbarin mit "meinen Wünschen" = Nadelstärke 4-5 und Wolle mit Wollanteil, 200g zum Wolle kaufen losgeschickt.
Ich selber hatte leider nichts mehr in einheitlicher Farbe und Menge da.
Sie kam wieder und brachte mir die Trachtenwolle von Schachenmayer. Meine Angaben passten, na dann mal los. Machenprobe gemacht, Machen runter auf 4 Nadeln gerechnet, das machte so ca. 15-16 Maschen.
Juhu! Ich hatte schon ein Muster im Kopf, welches auch gut zu dieser Wolle passen würde.
... dieses hier:
von den 5 Par Socks von Ingrid Hiddessen
Ich find das Muster so schön für Socken.
Ich fing also an zu stricken und habe gleich am Anfang die Verzopfung nich einmal sonder 2 mal gegengleich gemacht, eigentlich wollte ich die Verzopfungen ja versetzen. Naja was solls, es sah auch hübsch aus.
Nach ein paar Runden, kam mir dann noch in den Sinn die mittleren Rippen zu verzopfen.
Nun hat es so gar keine Gemeinsamkeiten mehr mit den 5 Par Socks, aber ich find es gut gelungen.
Es gefällt mir sehr gut. Ich werde es sicher auch noch zu schicken Socken vernadeln.
Ich nenne es "verschlungene Pfade".
Aber hier sind sie nun, die Stulpen.
Ich muss Euch aber sagen, das stricken mit der Trachtenwolle war nicht wirklich Vergnügen. Ich hatte in der Nadelstärke meine üblichen Bambusnadeln. Die Wolle ist ziemlich rau, so das ich da jede Masche von der einen auf die andere Nadel nachschieben musste. Das Projekt zog sich wie Gummi.
Ich könnte mir nicht vorstellen aus der Wolle einen Pulli zu stricken, Tracht hin oder her.
Aber für solche robusten Stulpen passt die Wolle wirklich gut.